A Travellerspoint blog

Peru

Lima

sunny 25 °C
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Lima ist fuer uns nur ein kurzer Zwischenstop auf dem Weg raus aus Peru und rein nach Costa Rica. Hier gibt es Starbucks, und alle weiteren erdenklichen Fast Food Chains.

Wir geniessen die Zivilisation und bummeln ein bisschen an den Strand von Miraflores und durch die Altstadt Limas um den Plaza de Armas. Allerdings haben wir nach all den Inka-Ruinen nicht allzu viel Lust auf Sightseeing. Einzig ein kleiner Trip in die Katakomben des Klosters San Francisco mit seinen Knochenhaufen lassen wir uns nicht nehmen.

Danach ist auch schon Zeit, sich nach zweieinhalb Monaten von Sued-Suedamerika mit all seinem Regen und schlechtem Wetter zu verabschieden. Zum Glueck locken als naechstes die sonnigen Palmenstraende und der Surf an der Pazifikkueste Costa Ricas. Da faellt der Abschied nicht allzu schwer... Auf in die Sonne!

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Posted by stefan08 12:03 Archived in Peru Comments (0)

Der Inca Trail & Machu Picchu

4 Tage Ruinen, Treppensteigen und Regen

rain 10 °C
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Der Inca Trail und Machu Picchu -- Monate im Voraus gebucht und geplant als das abschliessende Highlight unserer Tour durch Suedamerika. Gemuetliches Wandern in einer kleinen Gruppe durch einsame Taeler vorbei and versteckten Inka-Ruinen... Unterwegs Dschungel, Sonne und gelegentlich ein kleiner Schauer... Zum Abschluss ein glorreicher Einmarsch nach Machu Picchu morgens frueh vor Sonnenaufgang und vor Ankunft der Massen... Soweit die Theorie...

Tag 1:
Frueh morgens um 6.30 geht es los mit dem Bus nach Ollantaytambo. Letzte Gelegenheit ein paar fehlende Ausruestungsgegenstaende einzukaufen und ab zum "Km 82" der Bahnlinie von Cuzco nach Aguas Calientes, wo der eigentliche Track beginnt. Die Fahrt geht auf Schotterpiste entlang einiger kleiner Doerfer mit Lehmhaeusern, Gemuesegarten und allerlei Viehzeug. Am Bahnhof schnueren wir unser Gepaeck zusammen und satteln auf. Der erste Tag ist zum "Warmlaufen" -- nur ca. 12km und ueberschaubare 400 Hoehenmeter. Nach 5 Stunden gemuetlicher Lauferei bei leichter Bewoelkung und einigen netten kleinen Zwischenstops erreichen wir uns erstes Etappenziel auf ca. 2900m. Die Zelte sind bereits auf einem kleinen Rasenplatz aufgebaut, und ein Afternoon-Snack wartet auf uns. Phantastisch! Wir beziehen unsere Zelte und richten uns auf die Nacht ein.

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Nach dem Abendessen beginnt es zu regnen... und regnen... und regnen... Wir stellen fest, dass die Zelte nicht richtig abgespannt sind. Es tropft... Die Iso-Matten fallen eher duenn aus und isolieren nicht wirklich. Das Klo in der Naehe des Zeltplatzes ist unbegehbar ohne ABC-Anzug, und wir geben in der Dunkelheit der umgebenden Natur den Vorzug. Erste Skepsis bezueglich der Qualitaet unseres Tour-Anbieters kommt auf... Naja, Abenteuer Inca Trail...

Tag 2:
Wake-up Call mit Coca Tee um 6:00. Der Ruecken und die Seiten tun weh von der harten Schlafunterlage. Aber es hat endlich aufgehoert zu regnen! Zum Fruehstueck um 6:30 gibt es Pancakes (leider kalt) und heissen Porridge! Wir sind beeindruckt und die Nacht ist fast vergessen.

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Um 7:00 beginnt dann der (angekuendigte) haerteste Teil des Trails: es gilt 1300m Hoehenmeter und einen Pass auf 4200m zu ueberwinden. Auf dem engen und stetig aufwaerts schlaengelnden Pfad tummeln sich Hunderte von aechzenden und schwitzenden Touristen. Alle paar Minuten werden wir im Laufschritt von den schwer beladenen Portern ueberholt, die Zelte, Verpflegung und Butangasflaschen fuer die verschiedenen Tourgruppen den Pass hoch schleppen.

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Nach 2 Stunden anstrengenden Anstiegs ist grob die Haelfte geschafft. Wir sind total durchgeschwitzt und goennen uns eine Gatorade. Die Oberschenkel zittern schon und der Rucksack erscheint mit jedem Schritt auf den nicht enden wollenden Treppen ein Kilo schwerer zu werden... Bei 4000m machen wir wieder eine kurze Pause. Jeder Schritt schmerzt nun. Die Luft ist duenn und wird zunehmend kaelter. Das Weiterkommen wird zur reinen Willensfrage: Geist ueber Materie. Auch die Porter schnaufen mittlerweile kraeftig, sind allerdings auch mit dem 3fachen Gewicht auf dem Ruecken unterwegs. Respekt! Endlich kommen die letzten paar Meter und der Pass in Sicht. Die letzten Stufen haben es jedoch noch einmal in sich, aber dann ist endlich der hoechste Punkt des Treks erreicht.

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Nach der ersten Euphorie ueber den bezwungenen Anstieg wird es schnell kalt. Wolken ziehen ueber den Pass und es weht ein eisiger Wind. So langsam daemmert uns, dass jetzt noch 600 Hoehenmeter Abstieg ueber nasse und unregelmaessige Inka-Stufen auf uns warten. Also an die Arbeit...

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Als wir endlich am Etappenziel des 2. Tages im Paqaymayu Camp auf 3600m ankommen, sind wir endgueltig fertig mit der Welt. 10 Minuten spaeter beginnt es zu regnen, erst nieselig und dann immer staerker. Die Porter bauen hastig die Zelte auf, und wir helfen kraeftig nach, um diesmal wenigstens einigermassen im Trockenen zu schlafen. Nach ca. 1 Stunde zeigt sich jedoch, dass das Aussenzelt auch diesmal dem Regen nicht gewachsen ist. Drinnen im Zelt wird es immer feuchter... Na Dankeschoen! Der Zeltplatz ist diesmal ein hartes Stein/Dreck-Gemisch und verwandelt sich langsam in ein Schlammbad. Das wird eine harte Nacht... Nachmittagssnack und Dinner wie gehabt. Pinkeln im Regen draussen vorm Zelt. Ach, wie ist das schoen in der Natur zu sein...

Tag 3:
Wake-up Call diesmal um 5:30. Die Nacht war gottseidank recht kurz, denn Temperaturen und Schlafunterlage waren alles andere als kuschelig. Der Schlafsack ist nass, das es ins Zelt getropft hat. Wenigstens regnet es nicht, und der Himmel klart langsam mit der erwachenden Morgensonne auf. Heute ist Inca-Ruinen Tag. Als erstes steht Runkuracay auf dem Programm, das wir nach einem kurzen Anstieg von ca. 300 Hoehenmetern erreichen. Ein paar nette runde Mauern, von denen aus man einen huebschen Blick auf die Berge und das zurueckliegende Tal hat.

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Im Anschluss geht es weiter auf den 2. Pass hinauf, der mit 3950m nicht ganz so hoch liegt. Hier oben gibt es einige kleine Lagunen zu sehen und man kann weit in das Hinterland hinabschauen. Nach einer weiteren Stunde Fussmarsch ueber unebene Inka-Wege und -Stufen erreichen wir Sayacmarca. Die Ruinen sind eine Festung, die nur ueber eine schmale und sehr steile Treppe zu erreichen ist. Cool!

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Nach dem Mittagessen -- es gibt wieder einmal Reis -- beginnt es dann leider wieder zu regnen und diesmal richtig... Die angeblich wasserdichten Regenhosen, die wir in Cusco gekauft hatten, erweisen sich als nutzlos. Nach ca. 30 Minuten sind wir beide an den Beinen bis auf die Unterhose nass. Wir druecken auf die Tube und versuchen so schnell wie moeglich ins naechste Camp zu kommen. Nach 1 Stunde erreichen wir den letzten Pass und beginnen den langen Abstieg in Richtung Machu Picchu. 1000 Hoehenmeter gilt es zu ueberwinden. Und das auf unregelmaessigen, glitschig-nassen Inka-Stufen, auf engen Wegen vorbei an tiefen Abgruenden und mit einem grossen Rucksack auf dem Ruecken... Die spinnen die Inkas... Triefendnass und 2 weitere Stunden straffen Marschierens spaeter erreichen wir endlich Winay Wayna, das letzte Camp vor Machu Picchu. Dort gibt es zum Glueck eine kleine Hosteria, die Schutz vor dem Regen bietet und warme Getraenke anbietet. Nach und nach treffen die anderen Tourgruppen ein und es wird voll. Der Campingplatz ist wieder ein Schlammbad, und wir beschliessen, anstatt des nassen Zeltes fuer 4 EUR p.P. auf ein trockenes Stockbett in der Hosteria upzugraden (man goennt sich ja sonst nix). Nach dem Abendessen -- es regnet immer noch -- ist dann grosse und arg gestellte Abschlussveranstaltung mit der ganzen Tourgruppe und den Portern.

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Tag 4:
Der letzte Tag beginnt bereits um 3:30! Es gilt, frueh am Checkpoint zu sein, um dann als eine der ersten Gruppen in Machu Picchu eine Chance auf die limitierten Karten fuer die Besteigung des Wayna Picchu zu haben. Es regnet immer noch. Die Entscheidung fuer das trockene Hostel-Zimmer hat sich also ausgezahlt ;) Um 4:40 sind wir am Checkpoint als zweite Gruppe und warten im Dunkeln (aber wenigstens ueberdacht) auf die Oeffnung des Checkpoints um 5:30. Mehr und mehr Gruppen kommen an und stehen im Regen... Der fruehe Vogel...

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Um 5:35 passieren wir den Checkpoint und das Rennen auf Machu Picchu beginnt. Wir laufen in sehr strammem Tempo die 6 km in Richtung Sun Gate bergauf und bergab durch Matsch und ueber die bereits bekannten Inka-Stufen. Fruehsport, der sich gewaschen hat... Nach gut 40 Minuten und endlosen, steilen Treppen erreichen wir endlich Inti Punku, das Sonnentor, und damit den Eingang zu Machu Picchu. Leider regnet es immer noch, und die Ruinen sind im Nebel nicht auszumachen. Wir halten kurz inne, um Luft zu holen und eilen dann weiter den schmalen Weg zum Ticket Office hinab.

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6:40 erreichen wir total erschoepft das Ticket Office. Zu unserem Entsetzen steht dort bereits eine Touristen-Schlange von ca. 100m Laenge an. Alle 400 Karten fuer Wayna Picchu sind bereits vergeben. Das fruehe Aufstehen und die Hetzerei durch den Regen damit voellig vergebens... Klasse! Wir ziehen etwas Trockenes an und muessen auf den Rest unserer Gruppe warten, bevor wir mit unseren Tickets wieder in die Anlage hineinduerfen. 2 Stunden vergehen, bevor es endlich wieder losgeht. Zum Glueck kommt nun endlich die Sonne heraus, und wir erkunden im Gedraengel der vielen Hundert Touristen die Anlage.

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Gegen 14:30 beginnt es wieder zu regnen und wir haben die Schnauze voll. Ab in den Bus und hinunter nach Aguas Calientes. Nach 4 Tagen der Entbehrungen geniessen wir eine Pizza mit Blick auf den brausenden Rio Urubamba. Es regnet immer noch... Inca Trail in der Regenzeit? Sicher nicht noch einmal!

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Posted by stefan08 20:15 Archived in Peru Comments (0)

Cusco

overcast 15 °C
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Cusco war die ehemalige Hauptstadt des Inca-Reiches (vor der Unterwerfung durch die Spanier) und ist fuer uns -- und ein paar Tausend weitere Touristen jedes Jahr -- vor allem das Launchpad fuer den Inca Trail nach Machu Picchu. Die Stadt an sich ist eigentlich ganz huebsch mit viel alter kolonialer Architektur. An jeder Ecke gibt es imposante Kirchen und alte Gemaeuer mit cool verzierten antiken Holztoren. Allein am Plaza de Armas buhlen die Kathedrale und die ebenso opulente Jesuitenkirche um Aufmerksamkeit. Wozu die vielen Kirchen bleibt unklar, aber offenbar wollten die Spanier bei der Bekehrung der Incas auf Nummer Sicher gehen.

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Am 6. Januar gibt es allerhand Umzuege durch die Strassen von Cusco und Familien bringen kleine Jesus-Puppen in die Kirche, um das "Nacimiento" und die Huldigung des Jesus-Kindes durch die Heiligen Drei Koenige zu feiern.

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Wir schliessen derweil unsere Vorbereitungen fuer den Inca-Trail ab und kaufen Regenhosen und Muellsaecke, um uns und unsere Klamotten vor den nachmittaeglichen Schauern zu schuetzen. Dazwischen bleibt genug Zeit, um die eine oder andere Stunde durch die Strassen der Altstadt zu bummeln oder in den vielen kleinen Cafes und Internet-Laeden zu vertroedeln, z.B. um den Plaza San Blas.

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Posted by stefan08 14:07 Archived in Peru Comments (0)

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