A Travellerspoint blog

Argentina

Salta & Jujuy

Oder: 1091 km in 3 Tagen

sunny 25 °C
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Die Ankunft in Jujuy ist leider mit einiger Enttaeuschung verbunden. Das Stadtbild und wieder einmal das Wetter sind leider gar nicht so pitoresk wie erwartet. Also beginnen wir gleich nach der Ankunft, verschiedene Autovermietungen abzuklappern, um hier schnell wieder wegzukommen. Hertz hat das ueberzeugenste Angebot und bekommt den Zuschlag fuer einen Fiat Siena mit viel zu wenig PS. Das Anschluss-Busticket nach San Pedro de Atacama ist bereits gekauft, so dass wir 3 Tage Zeit haben, durch die verschiedenen Quebradas in der Umgebung zu fahren.

Zunaechst fahren wir nach Norden Richtung Bolivien in die Quebrada de Humahuaca. Entlang der wirklich szenischen Route wechseln sich die unterschiedlichsten Fels- und Gesteinsformationen ab. Erster Stop ist Purmamarca, beruehmt fuer seinen "Cierro de 7 Colores", der sich im Hintergrund dieser kleinen Lehmhaussiedlung fotogen erhebt. Es faellt nicht schwer zu verstehen, warum der Berg so heisst wie er heisst...

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Weiter gen Norden wird das Tal der Quebrada ziemlich gruen und ist umgeben von verschiedenfarbigen felsigen Einfassungen. Alle paar Kilometer aendert sich die Szenerie. Jede Menge Kakteen bevoelkern die ansonsten recht kahlen Felsen.

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In Humahuaca drehen wir um und fahren zurueck gen Sueden, um auf der Ruta 40 endlich die Offroad-Tauglichkeit unseres Autos auszutesten. Die Sand- und Geroellpisten sind jedoch aerger als wir uns das erwartet hatten und die Beschilderung aeusserst spaerlich. Nach ca. 2 Stunden auf Schotter in der Wueste bestaetigt jedoch das erste entgegenkommende Auto -- ein Pickup mit einer 8-koepfigen lokalen Familie -- die grobe Richtung. Kurz vor Sonnenuntergang und komplett durchgeruettelt und vollgestaubt erreichen wir gluecklich unser Tagesziel: San Antonio de los Cobres auf ca. 3800m.

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Am naechsten Tag ruetteln wir weiter auf unglaublich schlechten Strassen Richtung Salta, um dann auf geteerten Strassen weiter nach Cafayate zu fahren. Unterwegs kreuzen wir mehrfach den vereinsamten Schienenstrang des "Tren a los Nubes", der von Salta in die Berge Richtung Chile fuehrt.

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Ca. 120 km suedlich von Salta beginnt die Quebrada de Cafayate und damit das unerwartete Highlight unseres kleinen Roadtrips. Rote Felsen saeumen die sanft schlaengelnde Strassen Richtung Cafayate. Die Felsen und die tiefstehende Abendsonne bieten atemberaubende Vistas, die uns ein ums andere Mal anhalten lassen.

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Nach einer entspannten Nacht im malerischen Cafayate mit argentinischem Asado und netter Unterhaltung brechen wir am naechsten Morgen frueh auf, um den Weg zurueck nach Jujuy anzutreten. Die Strassenverhaeltnisse sind schlechter als erwartet, als wir uns auf der Ruta 40 und 33 den Weg zurueck bahnen. Steine, Sandloecher, enge Kurven mit tiefen Abhaengen und die stets zu schnell fahrenden Locals machen die Fahrt zu einem anstrengenden Abenteuer. Unterwegs gibt es jedoch wieder allerhand bizarre Gesteinsformationen zu bestaunen.

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Ein kurzer Zwischenstop in Salta zeigt, dass wir wohl lieber hier statt in Jujuy haetten aussteigen sollen. Die Kirche des heiligen San Francisco aus dem 17. Jh. ist besonders beeindruckend. Viel zu spaet fahren wir aus Salta ab und rasen Richtung Jujuy, um gerade noch rechtzeitig unser Auto bei Hertz wieder abzugeben. Insgesamt eine sehr runde Sache :)

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Posted by stefan08 15:45 Archived in Argentina Comments (0)

Chronologie einer 20stuendigen Busfahrt

von Mendoza nach Jujuy

rain 25 °C
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20:15 Check-in des Gepaecks und last-minute Einkauf kalter Getraenke
20:35 Wir fahren los (5 Minuten nach der geplanten Abfahrt)
20:40 Ein Kind probiert alle Klingeltoene eines Nokia-Handys durch...
20:45 Der Bus-Entertainer stellt sich und das Bus-Unterhaltungsprogramm vor
20:50 Bingo-Kaertchen werden im Bus verteilt und es wird Bingo gespielt(!)
21:20 DVD #1: Un Novio Para Mi Mujer
21:40 Abendessen: Schnitzel mit Kartoffelpuree
23:00 Licht aus
01:30 Ein Kleinkind schreit und schreit...
02:00 Das Kind schreit immer noch...
02:05 Ohrenstopfen blenden das Kind langsam aus
08:00 Fruehstueck: Alfajor, Cracker und Pulverkaffee mit Pulvermilch
10:00 DVD #2: Cast Away (schon wieder...)
12:30 Mittagessen: Schinken-Kaese-Sandwhich (3 Wochen haltbar!)
13:00 DVD #3: What Women Want
14:05 Kind schreit schon wieder
15:00 Ueberraschendes Umsteigen in einen anderen Bus nach Jujuy
15:05 Kind schreit und schreit...
16:00 Kind schreit immer noch...
16:30 Ankunft in Jujuy (45 Minuten nach geplanter Ankunft)

Und da sage noch einer, dass Busfahren langweilig sei...

Posted by stefan08 15:15 Archived in Argentina Comments (0)

Mendoza usw.

sunny 25 °C
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Nach wieder einmal 24h im Bus (und den Filmen Cast Away, American Gangster, Gone Baby Gone, GI Joe, Shrek2), sind wir nun endlich in Mendoza angekommen. So langsam entwickeln wir eine gewisse Langstreckenbus-Routine...

Mendoza ist recht ueberschaubar und mit vielen netten kleinen Bars und Al Fresco-Restaurants versehen. Das Essen ist klasse, der Wein guenstig... Wir beschliessen, es uns hier eine Weile gut gehen zu lassen nach den Strapazen der letzten Wochen ;) Kurioserweise ist hier Tanqueray Gin unglaublich billig, und wir nutzen die Gelegenheit ausgiebig...

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Am 3. Tag in Mendoza mieten wir uns ein Auto und fahren Richtung Chile in die Berge. Vorbei an den Weinguetern der Maipu- und Lujan de Cuyo-Region. Von der grossen YPF-Raffinerie, die inmitten all der Weinberge von zig Tanklastwagen angefahren wird, erfaehrt man bei den Weinverkostungen in Mendoza allerdings nix ;) Hmmm...

Nach 2 Stunden erreichen wir Uspallata, ein kleines Kaff, in dessen Naehe der Film "7 Jahre Tibet" gedreht wurde. Der Himmel ist blau und die Fahrt auf den Serpentinen durch die Berge ist malerisch.

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Eine weitere Stunde spaeter erreichen wir das Ziel unseres Ausflugs: Puente del Inca, einer natuerlichen Steinbruecke ueber den Rio Vacas. Nicht soooo spektakulaer wie im Lonely Planet beschrieben, aber dafuer mit tollem Bergpanorama...

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Ganz in der Naehe findet sich der Cemeterio de los Andinistas, auf dem verschiedene Bergsteiger ihre letzte Ruhe gefunden haben, die bei der Besteigung des nahegelegenen Aoncagua (6950m) offenbar nicht so viel Glueck hatten.

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Posted by stefan08 10:31 Archived in Argentina Comments (0)

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