A Travellerspoint blog

February 2010

Neuseeland - Suedinsel

NZ Roadtrip - Teil II

sunny 25 °C
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Der zweite Teil unseres Roadtrips durch Neuseeland beginnt mit der Ueberfahrt von Wellington. Die Faehre bringt uns in 3 Stunden rueber nach Picton auf die Suedinsel. Bei der Einfahrt in den Marlborough Sound sehen wir eine ganze Schule von Delfinen im dunkelblauen Wasser des Fjords. Das ist mal die richtige Begruessung! Kaum runter von der Faehre zieht es uns weiter gen Sueden zur Kueste, und wir sind froh, bald die ersten endlosen Straende in der Naehe von Wharanui erreicht zu haben. Das Wetter ist traumhaft und die Insel zeigt sich von ihrer besten Seite...

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Auf dem Weg nach Kaikoura sieht man an verschiedenen Stellen Robben-Kolonien an der Steinkueste. Hier ist also Tierwelt-gucken angesagt! Wir stellen den Camper aber erst einmal in der Suedbucht von Kaikoura ab und werden mit einem kitschigen Sonnenuntergang belohnt.

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Am naechsten Tag ist es dann so weit. Wir buchen uns auf einen Seal Swim ein. Mit dicken Neoprenanzuegen werden wir ins eiskalte Wasser geworfen und planschen eine Stunde mit den neugierigen Robben ca. 100m vor der Kueste. In der Brandung schwimmen lange Straenge braungruenen Seetangs und die eine oder andere Robbe, die auf T(a)uchfuehlung kommt. Ein einmaliges Erlebnis, wenn auch schon nach wenigen Minuten ohne Gefuehl in Haenden und Fuessen.

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Am Nachmittag gehts weiter gen Sueden vorbei an Gore Bay und den Cathedral Cliffs von Port Robinson. Wir parken am Huruni Mouth direkt an einer wunderschoenen Steilkueste ab. Kitschig schoen ist das hier...

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Am naechsten Tag fahren wir vorbei an Christchurch, Timaru und Oamaru. Unser naechster Stop sind die kuriosen Moeraki Boulders, grosse Steinkugeln, die dort wie von Riesenhand abgeworfen am Strand liegen. Sachen gibts... Nach dem Abendessen duesen wir weiter, vorbei an Dunedin und geniessen die kitschig schoene Daemmerung ueber der Otago Peninsula.

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Nach knapp 600km ist das Tagesziel dann endlich erreicht: Nugget Point. Wir stellen uns ausserhalb der Wildlife Reserve ab und schlafen ein paar Stunden. Puenktlich um 6.30 stehen wir dann auf und rasen die letzten paar Meter zum Leuchtturm von Nugget Point, um dort den Sonnenaufgang anzuschauen. Unterwegs laufen uns noch 3 Yellow-Eye Pinguine fast vor den Camper. Ach, wat is dat schoen...

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Nach dem Fruehstueck geht es dann weiter nach Curio Bay, wo es direkt an der Kueste einen versteinerten 160 Mio. Jahre alten Wald zu sehen gibt (oder was davon uebrig ist). Unterwegs haufenweise Kuehe und Schafe auf huegeligen Weiden. Laendliche Idylle galore! Am eher unspektakulaeren Slope Point haben wir dann endlich den suedlichsten Punkt der Suedinsel erreicht. Damit ist der Wendepunkt erreicht. Next Stop: Queenstown!

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Posted by stefan08 02:36 Archived in New Zealand Comments (0)

Neuseeland - Nordinsel

NZ Roadtrip Teil I

sunny 20 °C
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So, nun sind wir in Auckland, Neuseeland! Hier gibt es nette Shuttle-Busse vom Flughafen in die City und 24h schnelles Internet direkt neben unserem Hostel. Zurueck in der Zivilisation :) Nach einer ereignislosen Uebernachtung im Nomads Hostel holen wir am naechsten morgen unseren Wicked Camper ab. "Wicked" ist auch das richtige Wort: die Kiste ist im Innenraum ziemlich angeschimmelt, das Waschbecken leckt und wir fragen uns, was da wohl in dem Unterbau unseres Campers alles so rumkrabbelt. Naja, you get what you pay for... Eine Stunde spaeter sind wir auf der Strasse, und unterwegs Richtung Coromandel Peninsula. Der Roadtrip kann losgehen.

Die Coromandel Peninsula ist eigentlich ganz huebsch: viel Strand, viele Huegel und viele kleine Fischer-/Wochenend-Doerfchen. Irgendwie ganz nett, aber auch ein bisschen bieder. Auf der ganzen Halbinsel darf man nirgendswo wild mit dem Camper stehen. Wir checken also fuer die Nacht noerdlich von Coromandel in einen uncharmanten Motor Park ein.

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Am naechsten Tag fahren wir die Ostseite der Peninsula ab und es gefaellt uns zunehmend besser. Hahei bietet traumhafte Ausblicke ueber die Steilkueste und die kleinen vorgelagerten Inseln. Am Hot Water Beach versuchen wir, uns ein kleines Spa zu buddeln. Allerdings geben wir angesichts der wenig erfolgreichen und viel besser mit Schaufeln ausgestatteten Touristenmassen schnell auf. Alles scheint hier ein bisschen ueberlaufen auf der Nordinsel...

Unser naechster Stop ist Matamata ca. 200km weiter suedlich. Wir uebernachten idyllisch auf dem Parkplatz vom Hobbiton, den einzigen erhaltenen Resten eines der vielen Drehorte der Herr der Ringe-Filme. Am naechsten Morgen machen wir dann eine total ueberteuerte Tour durch die Reste des 'Shire' und begucken ein paar verfallene Hobbit-Holes und den grossen Party Baum. Toll... Als kleines Extra gibt es zum Abschluss noch eine Sheep Experience, bei der auf einer kleinen Buehne fuer die Touries ein Schaf geschoren wird. Nett...

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Wir beschliessen an dieser Stelle, die Nordinsel Nordinsel sein zu lassen und uns schnell gen Sueden abzuseilen. Also heizen wir ein paar Hundert Kilometer Richtung Wellington und uebernachten in der Naehe von Foxton. Am naechsten Tag erreichen wir Wellington und haben gerade noch Zeit fuer einen kleinen Kaffee, bevor wir auf die Faehre muessen. Wellington sah nett und zivilisiert aus. Vielleicht lohnt es sich, dort bei naechster Gelegenheit mal ein paar Tage zu verbringen...

Posted by stefan08 02:31 Archived in New Zealand Comments (0)

Cook Islands

Island Paradise with a Vengeance

sunny 28 °C
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Die Cook Islands sind ein willkommener Zwischenstop auf dem Weg von Los Angeles nach Neuseeland. Winzige Punkte im immerblauen riesigen pazifischen Ozean. Wir kommen nach einem sehr angenehmen 11-Stunden Flug mit Air New Zealand zunaechst auf Rarotonga an und checken bei Vara's am Muri Beach ein. Es ist zwar etwas windig, aber die grobe Richtung fuer das Wetter und die Aussicht stimmen.

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Die Zeit auf Rarotonga vertreiben wir uns im Wesentlichen mit Schnorcheln und Tauchen. Anne macht Ihren Padi und ich geniesse die Open Water Dives an der Nordseite der Insel. Die Sicht (Visibility) ist mit 30+ Metern fantastisch und es gibt eine Reihe von Riffbewohnern zu sehen, die ich dank des in L.A. erstandenen Unterwasser-Gehaeuses meiner Kamera diesmal auch festhalten kann... ;)

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Posing in der Schwerelosigkeit des Wassers

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Whitemouth Moray Eel

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Lion Fish im Wrack der Mataroa

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Tommy the Trigger Fish bei Edna's Anchor

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Blackspotted Puffer Fish

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Yellow Butterfly Fish

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Noch ein Trigger Fish

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Trumpet Fish

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Elegant durchs Wasser gleitende Eagle Rays in der Papua Passage

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Moorish Idol

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Ein aggressiver Picasso Trigger Fish in der Lagune

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Ein Damsel Fish in Feeding Frenzy

Nach einer Woche Rarotonga brechen wir nach Aitutaki auf, um dort den romantisch-kitschigen Suedseeinsel-Traum perfekt zu machen. Die Ankunft mit der kleinen Prop-Maschine ist auch schon recht vielversprechend. Wir werden mit Okulele-Klaengen und Blumenkette begruesst. Die im Voraus gebuchte Unterkunft in der Paradise Cove (der Name ist Programm) ist sogar viel schoener als von uns erwartet: unser Bungalow hat ein kleines Sonnendeck mit eingebauter Palme und ist 5 Meter vom Wasser direkt am Strand. Malerische Sonnenuntergaenge sind quasi mit eingebaut. All thumbs up ;)

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Am zweiten Tag auf Aitutaki ist der Himmel etwas bedeckt, und wir hoeren das erste Mal etwas von einem anrueckenden Cyclone. Naja, halb so schlimm, denken wir und gehen erst einmal auf zwei spektakulaere Tauchgaenge in der Arutanga Passage. Unterwegs gibt es 3 Sea Turtles, 2 White Tip Reef Shark, reihenweise Unicorn-Fish und einen coolen Swim-Thru zu sehen...

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Am fruehen Nachmittag beginnt es dann zu regnen, und die ersten Auswirkungen von Cyclone Pat machen sich bemerkbar. Ueberall auf der Insel werden die Fenster mit Brettern zugenagelt. Aitutaki macht sich Cyclone-proof. Allerdings sind alle Inselbewohner eigentlich recht entspannt, da in dieser Jahreszeit eigentlich alle 1-2 Wochen ein Cyclone an den Cooks vorbeizieht. Gegen abend wird es dann richtig windig. Offenbar hat der Sturm noch einmal auf Aitutaki zugedreht und wird nun ganz in der Naehe vorbeiziehen. Unser Bungalow wird von den Boeen kraeftig durchgeschuettelt, scheint aber zu halten. Um Mitternacht werden wir dann in das Haupthaus des Resorts evakuiert, da der Wind und das Unwetter mittlerweile unglaublich stark geworden sind. Auf dem kurzen Weg ins Haus werden wir durch den treibenden Regen klitschenass. Im Haupthaus fuehlen wir uns weitgehend sicher. Allerdings wird der Sturm auch noch einmal deutlich staerker. Zwischen 2 und 4 Uhr nachts ist dann der Hoehepunkt erreicht: der Strom ist ausgefallen, die Windboehen peitschen gegen die glaesernen Schiebetueren und biegen diese abwechselnd erstaunlich weit nach innen und aussen aus. Draussen tobt das schiere Chaos und wir sehen im Schein der Taschenlampe Wellblechteile und Palmenblaetter im Wind ums Haus herumtreiben.

Um 6 Uhr morgens ist der Sturm dann ueberstanden, und es wird langsam hell. Mit dem Tageslicht wird dann auch das Ausmass der Zerstoerung klar. Baeume sind entwurzelt und umgekippt. Betonpfeiler der Strommasten einfach umgekniggt. Viele Haeuser auf der Insel haben kein Dach mehr oder sind regelrecht in sich zusammengefallen. Nach Aussagen des Resort-Managements war das der zerstoererischste Cyclone seit ueber 50 Jahren. Aber offenbar wurde niemand verletzt. Glueck im Unglueck!

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Am ersten Abend nach dem Sturm sind die Strassen dann schon wieder freigeraeumt und eine gewisse Normalitaet stellt sich ein. Der Strom wird zwar noch 4-6 Wochen auf sich warten lassen, aber der Sonnenuntergang ist traumhaft und spottet der Zerstoerung, die der Cyclone keine 24 Stunden zuvor auf der Insel angerichtet hat. Krass... Wir verkuerzen jedenfalls unseren Aufenthalt auf Aitutaki angesichts der Lage und geniessen stattdessen noch ein paar ruhige Tage auf Rarotonga.

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Posted by stefan08 22:52 Archived in Cook Islands Comments (0)

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