A Travellerspoint blog

Tibet (1/3)

China - Teil V

semi-overcast 10 °C
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Vor einer Reise nach Tibet werden einem erst einmal eine Reihe von Steinen in den Weg gelegt: Zunaechst muss man eine Reisegruppe zusammenbringen, dann die Tour komplett im Voraus buchen und schliesslich noch ein Tibet Travel Permit von den chinesischen Behoerden organisieren. Das alles dauert seine Zeit (in unserem Fall fast eine Woche) und kostet jede Menge Geld (ca. 500 EUR p.P. fuer 12 Tage ohne Unterkunft oder Verpflegung).

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Am 2.9. fliegen wir dann endlich los nach Lhasa und ueberqueren auf dem Weg die ersten Gipfel des Himalaya, die durch die Wolkendecke stossen. Am Flughafen werden wir von unserem Fahrer und (obligatorischen) Guide abgeholt und zum Hotel gebracht. Den ersten sonnigen Nachmittag nutzen wir gleich fuer eine kleine Stadttour inkl. Blick auf den ikonischen Potala Palast. Um den Palast gibt es einen Pilgerpfad (Kora), der von unzaehligen Gebetsmuehlen gesaeumt wird und von lokalen Glaeubigen fleissig umrundet wird.

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Am naechsten Morgen geht es mit Guide zum knapp 1400 Jahre alten Jokhang Temple, inmitten der tibetanischen Altstadt von Lhasa. Auch hier sind trotz Regen zahlreiche Pilger unterwegs und schmeissen sich ehrfurchtsvoll auf den (nassen) Boden vor dem Tempel. Der Tempel selbst ist eine einzigartige sensorische Erfahrung: Es riecht nach Yak-Butterlampen, Raeucherstaebchen und Pilgern. Ueberall wird gedraengelt, um in die vielen kleinen Kapellen zu kommen, die einzelnen Schutzgottheiten oder besonderen Buddhas geweiht sind. (Leider keine Photographie erlaubt). Um den Tempel herum erstreckt sich der Barkhor-Bezirk, die historische Altstadt von Lhasa. Hier wimmelt es von Glaeubigen, die die Kora um den Tempel laufen und sich an den vielen Verkaufsstaenden fuer Devotionalien, Snacks und v.a. Yak-Butter vorbeischlaengeln.

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Am folgenden Tag statten wir einigen Kloestern in der nahen Umgebung von Lhasa einen Besuch ab. Zunaechst geht es nach Drepung, dem groessten Kloster Tibets, wo wir uns die zentrale Versammlungshalle der Moenche und verschiedene Kapellen mit Buddha-Statuen anschauen (sehr beeindruckend). Ausserdem klettern wir auf einen nahegelegenen Huegel mit Haufenweise Gebetsfahnen, von dem aus man einen phantastischen Blick ueber das Tal von Lhasa hat.

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Am Nachmittag geht es dann weiter nach Sera, wo die debattierenden Moenche die grosse Attraktion sind. Auf einem kieseligen Hof stehen fuer 2 Stunden Hunderte Moenche in kleinen Gruppen und streiten lauthals ueber die Lehren Buddhas. Dabei wird eindringlich geklatscht und gestikuliert, um Pointen und Argumente zu unterstreichen. Ein Spektakel!

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Posted by stefan08 10:12 Archived in China Comments (0)

Kham & Tagong Grasslands

China - Teil IV

sunny 10 °C
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Die Region Kham liegt im Westen Sezchuans und ist im wesentlichen tibetanisch gepraegt. Man merkt schnell, dass man hier etwas weiter off-the-beaten-trek unterwegs ist: Die Busreisen dauern laenger, die Strassen sind schlechter, und die Luft wird duenner.

Zunaechst stoppen wir fuer eine Nacht in Kangding. Auf knapp 2600m Hoehe ist es hier auch schon gleich ein bisschen kaelter. Dafuer sind die tibetanischen Kloester auch gleich ein bisschen bunter. Ueberall sind riesige Gebetsmuehlen, die von lokalen Glaeubigen (meist alte Frauen) bei ihren Koras stetig in Schwung gehalten werden.

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Von Kangding geht es mit dem Minivan weiter Richtung Tagong. Unterwegs ueberqueren wir einen 4000m hohen Pass und haben dank blauen Himmels einen tollen Blick auf das Gongga Massiv (mit 7590m verdammt hoch!)

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Tagong ist dann wieder eine ganz andere Welt. Das kleine Doerfchen in den Grasslands hat einen netten Wild-West-Charme und ist extrem uebersichtlich. Die Pferde wurden mittlerweile von Motorraedern ersetzt, die allerdings ebenfalls mit einer Art Sattel bequem gemacht werden. Wieder gibt es ein cooles Kloster mit vielen Gebetsmuehlen, die von alten Damen in Schwung gehalten werden. Ueberall sind Gebetsfahnen in den Bergen aufgestellt.

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Wir kommen in dem wohl mit Abstand buntesten Guesthouse-Zimmer unter, das wir je gesehen haben. Alle Haeuser sind traditionell tibetanisch dekoriert und haben coole weiss umrahmte Fenster. Ach ist das idyllisch hier...

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Posted by stefan08 04:45 Archived in China Comments (0)

Emei Shan

China - Teil III

overcast 10 °C
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Emei Shan ist ein Berg, der aufgrund seiner zahlreichen Tempel fuer chinesische Buddhisten grosse spirituelle Bedeutung besitzt. Weitgehend in Nebel gehuellt, schaut nur der "goldene Gipfel" mit seinen 3077m aus dem umliegenden Wolkenmeer hervor und sorgt fuer eine spektakulaere Aussicht. Der Gipfel selbst wird von einer imposanten goldenen Buddha-Statue gekroent, die in der Sonne funkelt (wenn sie sich denn mal durch die dicken Wolken durchgekaempft hat). Ziemlich beeindruckend die ganze Anlage...

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Und wieder gibt es natuerlich ueberall Raeucherstaebchen und Kerzen vor den vielen kleinen Tempeln, die fuer ein angenehmes Incense-Aroma in der Luft sorgen (und fleissig weisse Asche-Spuren auf den Klammotten produzieren). Am Gelaender, das die Klippe begrenzt sind unzaehlige gravierte Vorhaengeschloesser aufgereiht. Offenbar soll es Glueck bringen, wenn man hier seine Liebe fuer die Ewigkeit festkettet. Na denn...

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Den Weg rauf zum Gipfel machen wir uns leicht, indem wir mit dem Bus 2 Stunden den Berg hinauffahren und dann in die Gondel zum Gipfel umsteigen. Auf dem Rueckweg faehrt jedoch die Gondelbahn nicht mehr, so dass wir ca. 500 Hoehenmeter auf den kleinen glitschigen Stufen durch den Nebel zurueck zur Busstation laufen muessen. Nach ca. 1 Stunde strammen Treppensteigens sind wir recht froh, dass wir nicht aus falschem Ehrgeiz zu Fuss den Weg nach oben angetreten sind. Das waere ansonsten wirklich verdammt anstrengend geworden!

Unterwegs auf dem Pfad nach unten versperren hier und da gierige Affen den Weg und fordern Tribut in Form von Erdnuessen oder Maiskolben. Wenn man nichts geben will, schauen die Affen auch gerne einmal selbst in Rucksack oder Hosentasche nach...

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Posted by stefan08 04:28 Archived in China Comments (0)

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