A Travellerspoint blog

Jaipur

Indien - Teil IX

semi-overcast 41 °C
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Jaipur ist ein weiterer "MUST STOP" auf dem Rajasthan Touristen-Circuit. Mit knapp 3 Mio. Einwohnern ist Jaipur die groesste Stadt in Rajasthan und dementsprechend unuebersichtlich. Die Hauptattraktionen sind das Amber Fort ein paar Kilometer ausserhalb der Stadt, der ikonische Hawa Mahal -- der Palast der Winde -- und die als "Pink City" bekannte historische Altstadt. Wir knoepfen uns das Fort zuerst vor und treten in Verhandlungen mit einem Rikshaw-Fahrer fuer eine halbtaegige Tour ein...

Das Amber Fort erreichen wir nach einer knappen halben Stunde hektischer Fahrt durch die verstopften Strassen Jaipurs (vorbei an den ueblichen Kuehen, Schweinen und Muellhaufen). Es liegt majestaetisch auf einem Huegel und wird von grossen Mauern in alle Richtungen auf den Huegelkaemmen abgeschirmt. Nach 1.5 Stunden sind wir lange genug in der schwuelen Hitze herumgestiefelt und treten den Heimweg an. Unterwegs nehmen wir noch den unspektakulaeren Lake Palace und die Elefanten-Staelle mit, bevor wir, zum Abschluss unserer "Tour", an einem zwielichtigen Textil-Outlet abgeladen werden, wo wir gerade noch der "Versuchung" widerstehen koennen, uns bis an unser Lebensende mit Bettdecken, Pashminas und Kaschmir-Schals einzudecken.

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Am naechsten Tag ist das Wetter etwas besser und wir schlendern auf eigene Faust in der Pink City Altstadt von Jaipur herum. Wie die Locals schwitzen wir in der bruetenden Hitze von ueber 40 Grad und laufen brav die immer gleichen Textil- und Souvenir-Shops des alten Bazaars ab.

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Das Hawa Mahal bietet dann das kroenende Highlight unserer kleinen Stadttour. Hinter der ikonischen Facade der Rueckwand des Palastes wurden frueher der Harem des Maharajas von der Welt abgeschirmt. Heute tummeln sich dort v.a. indische Touristen und erfreuen sich der luftigen Architektur, die aufgrund der schieren Hoehe und zahlreicher Lufteinlaesse im Palast fuer eine erfrischende Brise sorgt.

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Posted by stefan08 02:19 Archived in India Comments (0)

Pushkar & Ajmer

Indien - Teil VIII

overcast 41 °C
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Pushkar reiht sich dann mal wieder nahtlos in die Liste der grossen Enttaeuschungen in Indien ein. Von einem der heiligsten Wallfahrtsorte der Hindus (gleich nach Varanasi) erwartet man schliesslich irgendwie eine gewisse Spiritualitaet. In Wirklichkeit ist Pushkar leider weder was fuers Auge noch fuer den Geist.

In den Strassen mueffelt es nach Kuhdung und der Basaar ist ein einziges grosses Shopping-Fest fuer Touri-Nepp und Hippie-Klamotten. Der heilige See ist leider ausgetrocknet und zu einer kleinen stinkenden Pfuetze geschrumpft. Die heiligen Ghats (die man in der Touri-Saison weder fotografieren noch mit Schuhen betreten darf) sind eine grosse menschenleere Baustelle.

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Einzig der beruehmte Brahma-Tempel (angeblich der einzige seiner Art in Indien bzw. der Welt) ist noch ganz interessant. Schon nach wenigen Sekunden im Tempel werden wir unverhofft von einem der Locals angewiesen, wie man sich hier zu verhalten hat und bekommen Opferblumen, Zuckerkugeln und Reispuffs mit dem Auftrag in die Hand gedrueckt, diese im heiligen See zu versenken. Da wir eh schon einmal hier sind, lassen wir uns auf das Spiel ein und werden an den Ghats sofort von 2 "heiligen" Maennern in Empfang genommen. Diese lassen uns zunaechst lange Beschwoerungsformeln wiederholen, dann die Mitbringsel in den See schmeissen und malen uns schliesslich einen dicken roten Punkt auf die Stirn. Danach halten beide selbstverstaendlich die Hand auf fuer eine angemessene Spende, mit der man das Wohlwollen der Goetter fuer die gesamte Familie sichern kann... Klassisch Indien! Aber wenigstens jetzt fuer 100 Rupien pro Nase suendenfrei.

Ach ja, nach 2 Tagen in Pushkar regnet es dann tatsaechlich einmal. Und dann auch noch richtig heftig!! In kuerzester Zeit treten die Gossen ueber und verwandeln die Strassen in einen kleinen Muell- und Jauchesee... Toll!

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Bevor wir nach Jaipur weiterziehen machen wir noch einen kurzen Stop in Ajmer, v.a. weil der Zug von dort sehr frueh am morgen losfaehrt. Ajmer ist mal wieder die uebliche haesslich-stinkige indische Stadt mit furchtbar schmuddeligen Hotels und schlitzohrigen Rikshaw-Fahrern. Einzige Highlights sind ein opulenter Jain-Tempel mit seinen lustigen vergoldeten Playmobil-Landschaften, die das Jain-Weltbild symbolisieren sollen (es fehlt eigentlich nur noch eine Modelleisenbahn ;)) sowie der chaotische Basaar um den Schrein des Sufi-Heiligen Chishti.

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Posted by stefan08 07:42 Archived in India Comments (0)

Udaipur

Indien - Teil VII

overcast 37 °C
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Auf dem Weg nach Udaipur machen wir noch einen kurzen Boxenstop in Ahmedabad, wo wir dem Ghandi Ashram einen Besuch abstatten. Haette man sich aber eigentlich auch schenken koennen...

Udaipur wird als die "romantischste Stadt Indiens" gepriesen und ist fuer uns der Beginn einer kleinen Rundreise durch Rajasthan. Nach den Enttaeuschungen in Mumbai und Ahmedabad hoffen wir auf eine ruhige huebsche Touristen-Stadt mit netten Palaesten an einem pitoresken See...

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Der City Palace ist dann auch recht beeindruckend. Wir lassen uns 1.5 Stunden durch des Maharajas Gemaecher fuehren und zum Abschluss auch noch ein paar Textilien im offiziellen Palast-Shop andrehen. Eine nette Tour! Der viel beruehmtere Lake Palace -- in dem u.a. der James Bond-Klassiker Octopussi gedreht wurde -- ist dank Wassermangels leider zu Fuss erreichbar und bleibt daher recht weit hinter seinem vielgepriesenen Entzueckungspotenzial zurueck. Naja, vielleicht sind wir mal wieder zur falschen Zeit hier? Immerhin kommen wir in einem netten, 300 Jahre alten Haveli-Haus mit kleinen Erkern und Wandfresken unter. Sehr schoen!

Ansonsten ist Udaipur ziemlich touristisch. Das erste Mal in Indien sehen wir haufenweise Touristen durch die Strassen und in die vielen kleinen Shops laufen, in denen Lederwaren, Klamotten und Souvenirs verkauft werden. Dazwischen mischen die die ueblichen Kuehe, Rikshaws und Mopeds sowie zunehmend bunter gekleidete Locals.

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Zuguterletzt statten wir noch dem kleinen Jagdish Tempel in Udaipur einen Besuch ab, auf dessen Stufen sich einige Sadhus (heilige Maenner) fuer Geld fotografieren lassen und sich ansonsten wohl ausgiebig dem Konsum von Bhang hingeben.

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Posted by stefan08 07:11 Archived in India Comments (0)

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